„Wann ist die beste Zeit für Beaune?“ Das ist die Frage, die wir an der Rezeption am häufigsten hören. Die ehrliche Antwort: Es gibt keine schlechte Jahreszeit, aber die vier erzählen sehr unterschiedliche Geschichten. Hier finden Sie, was Sie zur Entscheidung brauchen.
Frühling — März bis Mai
Die Rebe erwacht. Zwischen dem Rebschnitt im März und dem Austrieb im April wechseln die Hänge binnen weniger Wochen von Braun zu zartem Grün, und das Licht bekommt jene Weichheit, die Fotografen gut kennen. Der Parc de la Bouzaise schüttelt den Winter ab, die Terrassen an der Place Carnot öffnen wieder.
Der Vorteil: In dieser Zeit haben die Winzer am meisten Zeit für Sie. Die Lese ist fern, der Ausbau abgeschlossen, niemand schaut auf die Uhr.
Der Haken: Das Wetter bleibt wechselhaft. Nehmen Sie eine warme Schicht mit, auch im Mai.
Sommer — Juni bis August
Die Zeit der Abende, die kein Ende nehmen. Open-Air-Konzerte, Festivals, ein voller Samstagsmarkt, Abendessen auf der Terrasse bis lange nach Sonnenuntergang. Die Weißweine der Côte de Beaune — ein Meursault, ein Saint-Aubin — werden kühl serviert und passen zu fast allem. Es ist auch die beste Zeit, mit dem Rad in die Weinberge zu fahren, am besten früh am Morgen.
Der Vorteil: lange Tage. Besichtigen Sie die Stadt vor elf Uhr, ruhen Sie in der Hitze, gehen Sie um sechs wieder hinaus, wenn der Stein abgekühlt ist.
Der Haken: Hochsaison. Buchen Sie früh — Zimmer wie Tisch.
Herbst — September bis November
Für viele die schönste Zeit. Ab Ende August übernimmt die Lese die gesamte Côte: Anhänger, die kommen und gehen, der Geruch von Most, Dörfer, die kaum schlafen. Danach färbt sich das Laub golden und rot, und die Weinberge werden wirklich spektakulär.
Der November bringt den Höhepunkt des Beauner Jahres: die Weinversteigerung der Hospices de Beaune, am Wochenende des dritten Sonntags im Monat. Die Auktion findet an jenem Nachmittag in der Markthalle statt und ist Teil der Trois Glorieuses — das Chapitre auf Schloss Clos de Vougeot am Samstag, das Galadiner am Sonntagabend und La Paulée in Meursault am Montagmittag.
Der Vorteil: Kommen Sie direkt nach der Lese, Anfang Oktober. Die Farben sind da, der Trubel ist vorbei — und die Preise sind es auch.
Der Haken: Während der Lese stehen die Winzer im Weinberg und empfangen kaum Besuch. Und am Auktionswochenende ist die Stadt seit Monaten ausgebucht.
Winter — Dezember bis Februar
Die Jahreszeit für Kenner. Die Stadt gehört wieder den Beaunois, im Dezember hängen die Lichter in den Gassen, und Sie gehen fast allein durch die Hospices — was alles verändert. Gewölbekeller ergeben endlich Sinn, die Rotweine der Côte de Nuits ebenso, und die burgundische Küche kommt zu sich: geschmortes Rindfleisch, Eier in Rotweinsauce, ein Tisch am Kamin.
Der Vorteil: die ruhigste und günstigste Zeit des Jahres. Für einen ersten Besuch, bei dem Sie sich Zeit nehmen wollen, kaum zu schlagen.
Der Haken: Manche Weingüter und Restaurants schließen im Januar für einige Wochen. Prüfen Sie das, bevor Sie Ihr Programm festlegen.
Welche Jahreszeit also?
- Sie kommen für den Wein und die Begegnungen: Frühling oder Anfang Oktober.
- Sie kommen für Atmosphäre und Draußensein: Sommer.
- Sie kommen für die Landschaft: Oktober, ohne Zögern.
- Sie kommen für Ruhe und Preis: Januar oder Februar.
Wie auch immer Sie sich entscheiden — unser Beaune-Guide gibt Ihrem Aufenthalt die Struktur. Und wenn Sie bei den Daten noch schwanken: Rufen Sie uns an. Wir leben das ganze Jahr hier und können Ihnen genau sagen, was in Ihrer Wunschwoche los ist.



